Auf einem Markt in Costa Rica stapelte ein Bauer seine Orangen-Ernte in schönster Art und Weise. Damit die unterste und tragende Schicht nicht davon rollen könne, stützte er die Orangen mit Steinchen ab, ähnlich einem Bremsklotz unter dem Rad eines am Hang geparkten Autos. (Leider verschwand die hier gepostete die Foto auf unerklärliche Weise und ich habe sie auch nicht mehr, sorry.)
Dieser Anblick erinnert mich an eine Zeichnung von einem Männlein, das über sich ein grosses Brett balanciert, auf dem Kugeln ohne Stützkeile pyramidenförmig aufgestapelt waren. Dies wollte darstellen, wie wir die Last von unterschwelligen Erinnerungen von mehr oder weniger traumatischen Erlebnissen (Unfälle, schwere Verluste, dramatische Situationen mit anderen Menschen, häufig verbunden mit Schmerz und Ohnmacht, usw.) in einem fast unbewussten Kraftakt in einem für uns erträglichen Gleichgewicht zu halten suchen, damit diese Haufen nicht über uns ins Wanken geraten und uns mit den darin eingefangenen Emotionen und Energien verschütten.
Dabei wirkt - je nach unserer Tagesform - ein unfreundliches Wort des Chefs, eine üble Laune des Lebenspartners, ein spitze Bemerkung des Nachbarn, eine harsche Kritik eines Elternteils auf die gleiche Art, wie wenn ich damals auf jenem Markt meinem Neugier-Impuls nachgegeben und eines oder zwei dieser Steinchen weg genommen hätte. Die Orangen-Pyramiden wären holterdipolterdi zusammengefallen und hätten einen unordentlichen Haufen gebildet, den wieder aufzutürmen und in Balance zu bringen einigen Aufwand erfordert hätte.
Genauso bedarf es von unserer Seite auch manchmal grossen Aufwand und viel Kraft, um einen so zusammengestürzten "Erinnerungs-Haufen" wieder auszubalancieren, damit wir erst wieder in der Lage sind, den gewohnten täglichen Verrichtungen und Anforderungen gerecht werden zu können. (Sicher kennst Du das Gefühl, wenn ein - objektiv betrachtet - fast unbedeutend anmutendes Geschehen Deine innere Welt so sehr durcheinander bringt, dass es Dir einen ganzen Tag vermiesen kann. Und Du vermagst gar nicht richtig zu verstehen, wie so eine Kleinigkeit Dich so sehr beeinflussen konnte. Jetzt hast Du ein Bild dafür.)
Wäre es nicht optimal, wenn wir diese - immer zu einem Teil unbewussten - Erinnerungen wie Orangen vom Stapel abtragen könnten, damit sie nie wieder über uns herunter rollten? Stelle Dir vor, wie viel frei gewordene Energie und Aufmerksamkeit Du dann nicht mehr unbewusst für den Balance-Akt verschwenden müsstest, und die Dir dann bewusst für das tägliche Leben zur Verfügung stünde!
Stell Dir auch vor, wie erleichternd es wäre, wenn keine dieser oft wirklich kleinen Dinge wie ein harsches Wort, ein mürrischer Blick, eine bestimmte Formulierung usw. Dich aus der Fassung bringen könnte. Weil jene Erinnerungs-Teile, die bisher in solchen Situationen Deine "Reaktion" steuerten, aus der unterbewussten in die bewusste Erinnerung verlagert wurden. (Bestimmt hast auch Du schon in Situationen auf eine Weise reagiert, von der Du im Nachhinein selbst fandest, dass dies nicht ein für Dich typisches Verhalten war. Eine wütende Reaktion auf eine Bemerkung eines Freundes, Übelkeit beim Anblick einer ungefährlichen Verletzung, Angst wegen eines bellenden Hundes obwohl Du Hunde sonst magst, ein Gefühl von Ohnmacht angesichts eines Zornausbruchs des Chefs usw. usw.)
Es gibt heute unterschiedliche Arten von Gesprächs-Therapien mit dem Ziel der Trauma-Auflösung, der Vergangenheits-Bewältigung oder der Bewusstseins-Erweiterung, die gute Wirkung zeigen bei sorgfältiger und kompetenter Anwendung.
Meiner bescheidenen Meinung nach die beste und tiefgreifendste bietet diese Adresse: www.logik-live.ch.
Die oben beschriebene Form - wie auch alle anderen Formen - von Fremdbestimmung ist keine gute Basis für eine glückliches Leben. Dein geistiges und seelisches Wohlsein hängt grossenteils davon ab, wie selbstbestimmt Du Dein Dasein führst.
Ich arbeite schon daran. Und Du?
my wonders
..die wunder, die ich erfahre
..die wunder, die ich sehe
..was mich wundert
..wen wundert's?
24. Februar 2022
wonder of balance
Auf einem Markt in Costa Rica stapelte ein Bauer seine Orangen-Ernte in schönster Art und Weise. Damit die unterste und tragende Schicht nicht davon rollen könne, stützte er die Orangen mit Steinchen ab, ähnlich einem Bremsklotz unter dem Rad eines am Hang geparkten Autos. (Leider verschwand die hier gepostete die Foto auf unerklärliche Weise und ich habe sie auch nicht mehr, sorry.)
Dieser Anblick erinnert mich an eine Zeichnung von einem Männlein, das über sich ein grosses Brett balanciert, auf dem Kugeln ohne Stützkeile pyramidenförmig aufgestapelt waren. Dies wollte darstellen, wie wir die Last von unterschwelligen Erinnerungen von mehr oder weniger traumatischen Erlebnissen (Unfälle, schwere Verluste, dramatische Situationen mit anderen Menschen, häufig verbunden mit Schmerz und Ohnmacht, usw.) in einem fast unbewussten Kraftakt in einem für uns erträglichen Gleichgewicht zu halten suchen, damit diese Haufen nicht über uns ins Wanken geraten und uns mit den darin eingefangenen Emotionen und Energien verschütten.
Dabei wirkt - je nach unserer Tagesform - ein unfreundliches Wort des Chefs, eine üble Laune des Lebenspartners, ein spitze Bemerkung des Nachbarn, eine harsche Kritik eines Elternteils auf die gleiche Art, wie wenn ich damals auf jenem Markt meinem Neugier-Impuls nachgegeben und eines oder zwei dieser Steinchen weg genommen hätte. Die Orangen-Pyramiden wären holterdipolterdi zusammengefallen und hätten einen unordentlichen Haufen gebildet, den wieder aufzutürmen und in Balance zu bringen einigen Aufwand erfordert hätte.
Genauso bedarf es von unserer Seite auch manchmal grossen Aufwand und viel Kraft, um einen so zusammengestürzten "Erinnerungs-Haufen" wieder auszubalancieren, damit wir erst wieder in der Lage sind, den gewohnten täglichen Verrichtungen und Anforderungen gerecht werden zu können. (Sicher kennst Du das Gefühl, wenn ein - objektiv betrachtet - fast unbedeutend anmutendes Geschehen Deine innere Welt so sehr durcheinander bringt, dass es Dir einen ganzen Tag vermiesen kann. Und Du vermagst gar nicht richtig zu verstehen, wie so eine Kleinigkeit Dich so sehr beeinflussen konnte. Jetzt hast Du ein Bild dafür.)
Wäre es nicht optimal, wenn wir diese - immer zu einem Teil unbewussten - Erinnerungen wie Orangen vom Stapel abtragen könnten, damit sie nie wieder über uns herunter rollten? Stelle Dir vor, wie viel frei gewordene Energie und Aufmerksamkeit Du dann nicht mehr unbewusst für den Balance-Akt verschwenden müsstest, und die Dir dann bewusst für das tägliche Leben zur Verfügung stünde!
Stell Dir auch vor, wie erleichternd es wäre, wenn keine dieser oft wirklich kleinen Dinge wie ein harsches Wort, ein mürrischer Blick, eine bestimmte Formulierung usw. Dich aus der Fassung bringen könnte. Weil jene Erinnerungs-Teile, die bisher in solchen Situationen Deine "Reaktion" steuerten, aus der unterbewussten in die bewusste Erinnerung verlagert wurden. (Bestimmt hast auch Du schon in Situationen auf eine Weise reagiert, von der Du im Nachhinein selbst fandest, dass dies nicht ein für Dich typisches Verhalten war. Eine wütende Reaktion auf eine Bemerkung eines Freundes, Übelkeit beim Anblick einer ungefährlichen Verletzung, Angst wegen eines bellenden Hundes obwohl Du Hunde sonst magst, ein Gefühl von Ohnmacht angesichts eines Zornausbruchs des Chefs usw. usw.)
Es gibt heute unterschiedliche Arten von Gesprächs-Therapien mit dem Ziel der Trauma-Auflösung, der Vergangenheits-Bewältigung oder der Bewusstseins-Erweiterung, die gute Wirkung zeigen bei sorgfältiger und kompetenter Anwendung.
Meiner bescheidenen Meinung nach die beste und tiefgreifendste bietet diese Adresse: www.logik-live.ch.
Die oben beschriebene Form - wie auch alle anderen Formen - von Fremdbestimmung ist keine gute Basis für eine glückliches Leben. Dein geistiges und seelisches Wohlsein hängt grossenteils davon ab, wie selbstbestimmt Du Dein Dasein führst.
Ich arbeite schon daran. Und Du?
11. Juni 2009
The Pope and Society Wonders
Neulich im Gartenbad Bottmingen hatte ich einen Anflug von schwarzem Humor. Vielleicht weil seit Tagen das Wetter mal wieder schlecht ist und wir uns vor lauter Langeweile am Badi-Kiosk das Kiefergelenk beim Gähnen ausrenken.
Wie auch immer, es war der Spruch, den kürzlich jemand mal wieder gebracht hatte, der mich darauf brachte: 'Man muss doch nicht päpstlicher als der Papst sein'.
Das Resultat davon waren die folgenden Sprüche, die mir so einfach *platsch* ins Gehirn fielen..
"Wenn der Papst so päpstlich wäre, wie sein Amt und seine Institution uns glauben machen will, wäre die Erde wohl das Paradies."
Naja, und dann gings los, Schlag auf Schlag...
"Wussten Sie schon, dass wenn der Papst furzt, es auch nicht nach Rosen, Lavendel oder Jasmin duftet?"
"Wussten Sie schon, dass es ein Papst war, der des Papstes Unfehlbarkeit mit einem Dekret festlegte, und nicht Gott, der sie durch Engleszungen, einen brennenden Dornenbusch oder ein anderes erstaunliches Kommunikationsmittel verkündete?"
"Wussten Sie schon, dass auch ein Papst aufs Klo muss - ausser wenn er vom vielen Heiligen Stuhl konstipiert ist?"
Okay, dann wurde ich mir wieder meiner Umgebung bewusst: das Gartenbad Bottmingen mit seinem Restaurant-Kiosk, in dem ich grade sass. Und da fiel mir wieder die überraschend grosse Zahl von Kids ein, die sich ziemlich unanständig und schnoddering benehmen, und die völlig achtlos ihren Abfall auf und unter unseren Tischen liegen/fallen lassen, die Tische mit Ketchup verschmieren als ob sie eine Mal-Tafel seien, Stühle von überall her zusammen tragen um sie dann kreuz und quer stehen zu lassen.
Dabei handelt es sich in erster Linie um einen Mangel an Verantwortungs-Gefühl. Und woher kommt der? Daraus wurde
"Wenn alle Eltern ihre Verantwortung gegenüber ihren Kindern wahr nähmen, wozu Zeit, Aufmerksamkeit und Zuweundung gehören, aber auch die Herzenskraft zu einem konsequenten Nein, wäre bestimmt der Umgang mit Jugendlichen, gemessen an den jetzigen Verhältnissen, eine wahre Freude."
Dies ist eine Feststellung, die auch einen Wunsch nach Verbesserung enthält. Aber auch die Frage, woher es kommt, dass anscheinend viele Menschen heute glauben, dass die Erziehung ihrer Kinder - also das Bekanntmachen von Regeln und Richtlinien und Freiheiten sowie das Durchsetzen derselben - ausserhalb ihres Lebens- und Verantwortungsbereichs läge. Was passiert mit uns, dass Mütter beim kleinsten Ansatz ihrer Kinder zu einem Zwängeln bereits schon umfallen, statt bei ihrer ursprünglich verneinende Haltung zu z.B. einem Wunsch nach einer Süssigkeit oder einem Spielzeug oder ähnlichem zu bleiben? Wieso können wir nicht zu uns selbst stehen und unsere Ansicht und unsere Beschlüsse gegen Druck von aussen durchsetzen? (Egal ob dieser Druck von der Gesellschaft oder aus der eigenen Familie, sprich den eigenen Kindern stamt.?)
Solche Fragen stellen sich mir immer wieder, denn Situationen wie ich sie oben beschrieben habe, gehören wirklich zum Kiosk-Alltag. Beobachten kann man sie an allen Orten, wo sich viele Kinder / Jugendliche aufhalten. Und die Art und Weise, wie diese dann auf Ermahnungen von Erwachsenen reagieren ist zum Teil schockierend. Ebenso erschreckend ist, wie viel Druck es z.B. von meiner Seite braucht, wenn ich ein paar Kids dazu bringen will, sich korrekt zu verhalten. Man wird dann oft echt nicht ernst genommen.
Natürlich sind nach wie vor der grössere Teil der Kinder höflich und anständig - wenn sich auch die Formen grundsätzlich geändert haben (ich werde z.B. selten gesietzt, wenn ich die Kinder selbst dutze, was mich bei z.B. 12-15jährigen überrascht). Aber es wird wirklich schwierig, am Kiosk jedem Kunden erneut höflich und freundlich zu begegnen, wenn die 'Antwort' darauf so oft Gleichgültigkeit oder gar Schnoddrigkeit ist.
Aber das wird ja schon fast trübsinnig. Da bleib ich doch lieber bei meinem schwarzen Humor!
"Wussten Sie schon, dass der Heilige Stuhl nicht die päpstliche Kacke ist?"
Wie auch immer, es war der Spruch, den kürzlich jemand mal wieder gebracht hatte, der mich darauf brachte: 'Man muss doch nicht päpstlicher als der Papst sein'.
Das Resultat davon waren die folgenden Sprüche, die mir so einfach *platsch* ins Gehirn fielen..
"Wenn der Papst so päpstlich wäre, wie sein Amt und seine Institution uns glauben machen will, wäre die Erde wohl das Paradies."
Naja, und dann gings los, Schlag auf Schlag...
"Wussten Sie schon, dass wenn der Papst furzt, es auch nicht nach Rosen, Lavendel oder Jasmin duftet?"
"Wussten Sie schon, dass es ein Papst war, der des Papstes Unfehlbarkeit mit einem Dekret festlegte, und nicht Gott, der sie durch Engleszungen, einen brennenden Dornenbusch oder ein anderes erstaunliches Kommunikationsmittel verkündete?"
"Wussten Sie schon, dass auch ein Papst aufs Klo muss - ausser wenn er vom vielen Heiligen Stuhl konstipiert ist?"
Okay, dann wurde ich mir wieder meiner Umgebung bewusst: das Gartenbad Bottmingen mit seinem Restaurant-Kiosk, in dem ich grade sass. Und da fiel mir wieder die überraschend grosse Zahl von Kids ein, die sich ziemlich unanständig und schnoddering benehmen, und die völlig achtlos ihren Abfall auf und unter unseren Tischen liegen/fallen lassen, die Tische mit Ketchup verschmieren als ob sie eine Mal-Tafel seien, Stühle von überall her zusammen tragen um sie dann kreuz und quer stehen zu lassen.
Dabei handelt es sich in erster Linie um einen Mangel an Verantwortungs-Gefühl. Und woher kommt der? Daraus wurde
"Wenn alle Eltern ihre Verantwortung gegenüber ihren Kindern wahr nähmen, wozu Zeit, Aufmerksamkeit und Zuweundung gehören, aber auch die Herzenskraft zu einem konsequenten Nein, wäre bestimmt der Umgang mit Jugendlichen, gemessen an den jetzigen Verhältnissen, eine wahre Freude."
Dies ist eine Feststellung, die auch einen Wunsch nach Verbesserung enthält. Aber auch die Frage, woher es kommt, dass anscheinend viele Menschen heute glauben, dass die Erziehung ihrer Kinder - also das Bekanntmachen von Regeln und Richtlinien und Freiheiten sowie das Durchsetzen derselben - ausserhalb ihres Lebens- und Verantwortungsbereichs läge. Was passiert mit uns, dass Mütter beim kleinsten Ansatz ihrer Kinder zu einem Zwängeln bereits schon umfallen, statt bei ihrer ursprünglich verneinende Haltung zu z.B. einem Wunsch nach einer Süssigkeit oder einem Spielzeug oder ähnlichem zu bleiben? Wieso können wir nicht zu uns selbst stehen und unsere Ansicht und unsere Beschlüsse gegen Druck von aussen durchsetzen? (Egal ob dieser Druck von der Gesellschaft oder aus der eigenen Familie, sprich den eigenen Kindern stamt.?)
Solche Fragen stellen sich mir immer wieder, denn Situationen wie ich sie oben beschrieben habe, gehören wirklich zum Kiosk-Alltag. Beobachten kann man sie an allen Orten, wo sich viele Kinder / Jugendliche aufhalten. Und die Art und Weise, wie diese dann auf Ermahnungen von Erwachsenen reagieren ist zum Teil schockierend. Ebenso erschreckend ist, wie viel Druck es z.B. von meiner Seite braucht, wenn ich ein paar Kids dazu bringen will, sich korrekt zu verhalten. Man wird dann oft echt nicht ernst genommen.
Natürlich sind nach wie vor der grössere Teil der Kinder höflich und anständig - wenn sich auch die Formen grundsätzlich geändert haben (ich werde z.B. selten gesietzt, wenn ich die Kinder selbst dutze, was mich bei z.B. 12-15jährigen überrascht). Aber es wird wirklich schwierig, am Kiosk jedem Kunden erneut höflich und freundlich zu begegnen, wenn die 'Antwort' darauf so oft Gleichgültigkeit oder gar Schnoddrigkeit ist.
Aber das wird ja schon fast trübsinnig. Da bleib ich doch lieber bei meinem schwarzen Humor!
"Wussten Sie schon, dass der Heilige Stuhl nicht die päpstliche Kacke ist?"
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